Alles neu macht der Mai – auch StVO-Schilder, Bußgelder und Verkehrszeichen

STVO SchilderBeinahe jährlich wird die Straßenverkehrsordnung samt Paragrafen, Schildern, Schildernummern und Bußgeldern einem intensiven Frühjahrsputz unterzogen. Für Autofahrer ist es da nicht immer leicht, den aktuellen Überblick zu behalten. Auch 2014 gibt es wieder einige neue Spielregeln, die nahezu alle am 1. Mai in Kraft treten und die jeder Fahrer kennen sollte.


StVO-Schilder und Verkehrszeichen

Für Otto Normalfahrer vielleicht nicht entscheidend, da sich zwar der Name der StVO-Schilder, nicht aber die Bedeutung ändert: Aus dem „Verbot des Fahrens ohne einen Mindestabstand“ wird nun ein „Verbot des Unterschreitens des angegebenen Mindestabstandes“ (Schild 273) und aus dem „Halteverbot“ (Schild 283) wird ein „Absolutes Halteverbot“.

Doch auch neue Schilder wie zum Beispiel das Gefahrzeichen „Reiter“ Nr. 145-14 oder das Hinweisschild „Tunnel mit Längenangabe“ Nr. 327-50 sind vor allem für Fahrschulen und Ordnungskräfte interessant. Ersatzlos aus dem Schilder-Katalog gestrichen wurden unter anderem die Schilder Nr. 152-38 „Schlechter Fahrbahnrand“ sowie Nr. 150 „Bahnübergang mit Schranken oder Halbschranken“.

Die mitgeführte Ausrüstung

Auch die sogenannten „Allgemeinen Verkehrskontrollen“ erhalten 2014 einige neue Impulse. Bereits seit Jahresbeginn wurde die Norm für den Inhalt der Verbandskästen angepasst. Einzelne Komponenten wie das Verbandstuch oder das Verbandpäckchen wurden aus der Norm 13164 vom Januar 1998 gestrichen. Hinzugekommen sind beispielsweise Fertigpflaster und Feuchttücher. Ferner im Fahrzeug liegen muss ab spätestens dem 1. Juli 2014 eine Warnweste, die natürlich auch genormt sein muss. In diesem Fall gilt die EU-Norm EN 471.

Die neuen Bußgelder

Die wohl umfangreichsten Änderungen im Jahr 2014 betreffen den aktuellen Punkte- und Bußgeldkatalog. Zahlreiche Verstöße werden ab Mai nun noch schärfer verfolgt. Wer immer noch glaubt, während der Fahrt zum Handy greifen zu müssen, darf statt bisher 40,- Euro nun 60,- Euro berappen und erhält gratis einen Punkt in Flensburg dazu. Eine rote Ampel schlägt nun mit 70,- Euro und einem Punkt zu Buche, es sei denn, andere Verkehrsteilnehmer werden gefährdet. In dem Fall werden 320,- Euro und zwei Punkte fällig. Bereits ein leichtes Überschreiten der Grenze von 0,5 Promille wird nun mit 500,- Euro und zwei Punkten geahndet und wer in Ortschaften 30 km/h zu schnell ist, wird 100,- Euro los und erhält dafür einen Punkt. Weitere „beliebte“ Verkehrssünden sind das Befahren von Umweltzonen ohne Plakette (bisher 40,- Euro und ein Punkt, jetzt 80,- Euro) oder ein mangelhaft geführtes Fahrtenbuch (dito).

Das gestraffte Punktesystem

Parallel zum reformierten Bußgeldkatalog erfährt auch die Flensburger Punktekartei eine Frischzellenkur, die das Regelwerk vor allem übersichtlicher machen soll. Statt bisher sieben Punkte werden bei Ordnungswidrigkeiten und groben Verstößen nun noch maximal drei Punkte fällig, die „nur vorgemerkt“ werden. Beim vierten und fünften Punkt folgt bereits eine Ermahnung und ab dem sechsten Punkt wird verwarnt. Ab dem achten Punkt wird die Fahrerlaubnis dann schließlich für mindestens sechs Monate eingezogen.
Noch in Bearbeitung ist eine umfassende Reform der MPU. Ziele sind einheitliche Kriterien sowie verständliche und transparente Testmethoden.

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