Ein Verbandbuch – wichtig für Opfer von Arbeitsunfällen

Verbandbuch_mit_vorgedruckten_SpaltenVorschrift für Betriebe und öffentliche Einrichtungen

Bei Unfällen in Unternehmen, Schulen, Kindergärten, Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen sind die Betroffenen durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften oder die Unfallversicherung der öffentlichen Hand übernehmen dann alle notwendigen Behandlungskosten von der ersten Konsultation eines Arztes bis zur Rehamaßnahme. Für die Organisation der gesetzlichen Unfallversicherung wurden umfangreiche Vorschriften erlassen, auch, um Missbrauch zu vermeiden. Dazu gehört die Meldepflicht aller Unfälle, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen verursachen. Doch nicht immer werden die Folgen von Arbeitsunfällen sofort sichtbar. Eine an sich harmlose Schnittverletzung zum Beispiel kann sich später entzünden und dann noch eine langfristige medizinische Behandlung erfordern. Auch bei Stürzen stellen sich manchmal Verletzungen erst später als schwerwiegend heraus. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGVU) hält daher in ihrer Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ fest, dass alle Verletzungen, die durch einen Arbeits- oder Wegeunfall entstanden sind, in einem Verbandbuch zu notieren sind. Die Eintragungen dienen dann als Nachweis für das Vorliegen eines Arbeitsunfalles. Fehlen sie, dann kann die DGVU die Kostenübernahme ablehnen – oft mit negativen Auswirkungen auf das Unfallopfer.

Wichtige Informationen im Verbandbuch

Gemäß der Vorschriften der Unfallversicherung (§24 Abs. 6 der DGVU Vorschrift 1) muss jede geleistete Erste Hilfe dokumentiert werden. Das geschieht in einem sogenannten Verbandbuch. Günstig sind vorgedruckte Broschüren oder Formulare, die bereits alle wichtigen Informationen vorgeben, die festgehalten werden müssen:
– Datum, Uhrzeit und Ort des Unfalls
– Vor- und Zuname des Verletzten
– Art der Verletzung
– durchgeführte Maßnahmen der Ersten Hilfe
– Name des Ersthelfers
– Zeugen, wenn vorhanden
– Zeitpunkt der medizinischen Behandlung

Die sichere Aufbewahrung der Dokumentation

Ein guter Ort für das aktuelle Verbandbuch ist der Verbandkoffer. Hier kann es von jedem, der Erste Hilfe geleistet hat, zeitnah vervollständigt werden. Auch Abreißblöcke haben sich bewährt, dank der Perforation können beschriebene Seiten herausgetrennt und zum Beispiel bei den Personalunterlagen sicher aufbewahrt werden. Welche Form auch gewählt wird, die Eintragungen über die Unfälle müssen mindestens fünf Jahre aufbewahrt werden. Aus Gründen des Datenschutzes dürfen die Eintragungen Unbefugten nicht zugänglich gemacht werden.

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