Eine Kfz-Markierung nach der DIN 30710 kann Leben retten

Warnmarkierung_Sonderrechtfahrzeuge_272370Fahrzeuge mit eingeschränkten Sonderrechten sind mit speziellen Warnmarkierungen nach DIN 30710 auszustatten. Betroffen sind laut StVO §35 (6): „… Fahrzeuge, die dem Bau, der Unterhaltung oder Reinigung der Straßen und Anlagen im Straßenraum oder der Müllabfuhr dienen und durch weiß-rot-weiße Warneinrichtungen gekennzeichnet sind, …“. Besonders im Winter ist zu beachten, dass auch Einsatzfahrzeuge des Winterdienstes gekennzeichnet werden müssen, auch wenn sie nicht über die oben genannten Sonderrechte verfügen.

Viele der genormten Vorgaben zwischen 30000 und 39999 beinhalten Bestimmungen zum Straßen- und Zugverkehr und den dortigen Verkehrsmitteln. Die Norm 30710 bezieht sich auf die „Sicherheitskennzeichnung von Fahrzeugen und Geräten“, wobei hier insbesondere Bau-, Transport- und Reinigungsfahrzeuge mit Sonderrechten gemeint sind. Die Norm 30710 schreibt besondere Sicherheitsmarkierungen an diesen Fahrzeugen vor. Betroffen davon sind beispielsweise Baufahrzeuge, Reinigungs- und Streuwagen, Müllwagen oder auch Landmaschinen mit Überbreite.

Die Sicherheitskennzeichnung nach DIN 30710 im Detail

Die etwas sperrige Bezeichnung für die Art und die Gestaltung der Markierungen lautet „retroreflektierende Kfz-Warnmarkierungen“. Gemeint sind damit Reflexionsflächen mit rot-weißen Streifen in den Breiten 141 mm oder 282 mm, die der sogenannten Reflexionsklasse „RA2“ (früher „Typ2“) angehören. Auch diese Reflexionsklasse ist natürlich standardisiert. Sie ist das Produkt aus den für die Markierungen verwendeten Farbtönen und der Intensität der jeweiligen Reflexion (Rückstrahlwerte).

Die DIN 30710 in der Praxis

Die Umsetzung der Norm 30710 ist relativ einfach. Der Handel bietet dazu vorgefertigte Folien, Anwendungspakete und Komplett-Sets an, die an den entsprechenden Fahrzeugen angebracht werden. Form, Größe, Aufdruck und Eigenschaften dieser Folien erfüllen die geforderten Standards der DIN 30710. Das gilt auch für die vorgeschriebenen Flächen und Bereiche am Fahrzeug, die mit Warnmarkierungen versehen werden müssen. Die Anzahl der zu verwendenden Normflächen richtet sich nach der Fahrzeuggröße (z.B. LKW = 8 Normflächen, Kleinfahrzeuge = 2 Normflächen). Anzubringen ist die Markierung jeweils an der Vorder- und Rückseite des Fahrzeugs. Eine zusätzliche Kennzeichnung an den Seiten empfiehlt sich, wenn das Fahrzeug entgegen der Verkehrsrichtung aufgestellt wird. Wichtiger Hinweis: Die eingeräumten Sonderrechte erlöschen, sofern die Warnmarkierungen fehlen oder unsachgemäß/fehlerhaft am Fahrzeug angebracht werden.

Unsere Empfehlung: Für häufig wechselnde Einsatzfahrzeuge bieten sich Warnmarkierungen mit magnetischer Folie an. Diese können nach Bedarf abgenommen und an einem anderen Fahrzeug angebracht werden.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert. *

Sie können folgende HTML-Tags benutzen:   <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <i> <em>
Die abgesendeten Daten werden nur zum Zweck der Bearbeitung
Ihres Anliegens verarbeitet. Weitere Informationen finden Sie in
unserer Datenschutzerklärung.
Unsere Empfehlungen: