Events richtig sichern – Unterschiede von Absperrgittern und Personenleitsystemen

Mobile Sicherheitsabsperrungen sind unverzichtbar auf Großveranstaltungen. Sie gewährleisten die sichere Durchführung der Veranstaltung, strukturieren die Organisation und dienen der Personenlenkung. Hinsichtlich der Gefahrenabwehr können Absperrgitter aus polizeilicher Sicht aber auch Rettungsmaßnahmen behindern. Deshalb muss das Sicherheitskonzept jeder Großveranstaltung genau überprüft und genehmigt werden. Da es jedoch keine Standardvorgaben zur Anwendung mobiler Absperrungen gibt, orientiert man sich an der Musterversammlungsstätten-Verordnung. Je nach Veranstaltungsart wird individuell das passende Absperrsystem aus einer Vielzahl von Möglichkeiten gewählt. 

Unterschiede zwischen Personenleitsystemen und Absperrgittern

Personenleitsysteme geben Orientierung und sind auch als eine Sicherheitsmaßnahme unter weiteren relevant. Basiselement jedes Personenleitsystems sind Absperrpfosten, die den Zutritt durch einfache Gurte, Ketten oder Kordeln verwehren. Diese sind im öffentlichen Raum ebenso zu finden wie auf Events in Innenräumen. Größere Besucherströme lassen sich hiermit jedoch nur bedingt lenken. Die Absperrung kann einfach überwunden werden und hält Personendruck nicht stand. Für größeren Personendruck eignen sich Bühnengitter, Polizeigitter und Wellenbrecher. Diese Schutzsysteme sind als Absperrungen bei Großveranstaltungen unverzichtbar. Egal ob Staatsbesuch, Open-Air-Veranstaltung oder Demonstration, Zugangs- und Publikumsbereiche von Events müssen genau abgegrenzt werden. Dabei sind stets Flucht- und Rettungswege freizuhalten.

Ziel von Absperrgittern:

  • Segmentierung des Veranstaltungsbereiches
  • Führung von Personenströmen
  • Schutz aller Personen und technischen Anlagen
  • Schaffung von gesicherten Zufahrten für Einsatzkräfte
  • Sicherung der relevanten Infrastruktur gegen unbefugten Zutritt

Geordnete Personenführung – mehr als Bühnengitter

Zur Absperrungen auf Großevents gehören verschiedenste Elemente. Mit einem Sichtschutz lässt sich zum Beispiel das Besucherverhalten beeinflussen und man hält sich zusätzlich ungebetene Zaungäste fern. Der so genannte „Bühnengraben“ grenzt den Stehplatzbereich von der Bühne ab und ist somit ein wichtiges Element. Zum einen bietet er den Künstlern Schutz, zum andern schafft er gleichzeitig genügend Raum für Rettungskräfte. Für eine geordnete An- und Abreise der Besucher sollte leichter Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr gewährleistet sein. Bei allen Anwendungsbereichen setzen Veranstalter meist unterschiedliche Sicherheitsabsperrungen zur dieser Personenführung ein.

Bauzäune bei Veranstaltungen

Bauzäune finden wir im öffentlichen Raum ebenso häufig wie Absperrgitter, sie zählen aber gemäß der Straßenverkehrsordnung nicht zur Kategorie Absperrgeräte. Wie der Name bereits sagt dienen sie der Sicherung von Baustellen. Bei Veranstaltungen werden sie dennoch häufig zur Begrenzung des Geländes verwendet. Mit einer blickdichten Bauzaunplane und einem Übersteigschutz bieten sie Schutz vor unbefugten Zutritt. Bauzäune gibt es in vielen verschiedenen Varianten, häufig sieht man Modelle aus feuerverzinkten Doppelstabmatten. Ihre einfache Bauweise gewährleistet einen schnellen und flexiblen Auf- und Abbau. 

Mobile Sicherheitsabsperrungen

Absperrgitter sind weit verbreitet, halten einem großen Personendruck aber nicht stand. Dafür sind sie schnell auf- und wieder abgebaut. Zur Lenkung von Besucherströmen auf Veranstaltungen sind sie gut geeignet. Für Absperrgitter gibt es viele verschiedene Bezeichnungen. Man nennt sie auch Demo-Gitter, Luxemburger Gitter, Mannesmanngitter oder Fan-Gitter. Mit Absperrgittern sind alle Arten von Schutzgittern gemeint, die zur Abgrenzung eingesetzt werden. Die einfachen Gitter aus verzinktem Stahl stehen auf festen Füßen und sind etwa 120 cm x 250 cm groß. Die Gitter lassen sich mittels Haken und Ösen verbinden, so dass eine Reihe beliebiger Länge entsteht. Wird das Absperrgitter mit Laufrollen versehen, lässt es sich wie eine Tür öffnen.
Eine weitere Variante sind Polizeigitter, auch bekannt als Hamburger Gitter. Diese ebenfalls niedrigen Gitter ähneln Absperrgittern, allerdings geben diagonale Stützstreben und Auftrittplatten zusätzliche Standfestigkeit. Für eine hohe Gruppendynamik und Druck sind sie dennoch nicht ausgelegt, ebenfalls kann man leicht darüber klettern. Auch hier sorgt ein Haken-Ösen-System dafür, dass beliebig lange Reihen zusammengestellt werden können.

Bühnenbarrikaden und Wellenbrecher

Die robusten Absperrsysteme sind häufig auf Konzerten zu finden, sind aber flexibel einsetzbar. Bereits die Standardbarrikade ist sehr sicher und kann als Wellenbrecher herhalten, denn sie wiegt circa 40 kg. Auch für Bühnenbarrikaden gibt es unterschiedliche Bezeichnung wie Hollandgitter, Crash-Barrieren oder Bühnengitter. Diese Gitter sind etwa 120 cm hoch, werden aber nicht ineinander gehakt, sondern verschraubt. Das erlaubt unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Diese Verbindungen sind sehr stabil und halten damit höherem Personendruck stand. Besucher können das abgegrenzte Areal nur durch Einlassschleusen betreten. Aus Sicherheitsgründen sind diese stabilen Absperrungen bei Großveranstaltungen mit hohen Besucherströmen unerlässlich, denn Sie unterteilen die Arena in mehrere Abschnitte. Wellenbrecher schützen die Besucher, aber auch die verwendete Technik. Für Stadien mit mehr als 5.000 Besuchern existieren genaue Vorschriften zur Installation von Wellenbrechern.

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