Fluchtwege in Betrieben und öffentlichen Gebäuden kennzeichnen

Rettungszeichenleuchte_Fux_20511Die Bedeutung von Fluchtwegen in Betrieben und öffentlichen Gebäuden wird nicht selten massiv unterschätzt. Zwar sehen diverse Bauvorschriften, Evakuierungspläne und Notfallszenarien eine umfassende Fluchtwegkennzeichnung vor, aber gerade nach Renovierungen, Umbauten oder Umzügen sind entsprechende Hinweise und Piktogramme nicht selten das Letzte, was angebracht wird. Dabei sind im Notfall gut ausgeschilderte Fluchtwege ein wesentlicher Bestandteil bei der Rettung von Leben und Gesundheit.

Allgemeine Anforderungen

In Betrieben und öffentlich zugänglichen Gebäuden (Einkaufszentren, Diskotheken, Restaurants etc.) kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Trotz aller Altersgruppen oder verschiedener Nationalitäten müssen die Fluchtwege eindeutig und unmissverständlich gekennzeichnet sein, damit Ausgänge oder Feuertreppen im Ernstfall schnellstmöglich gefunden werden können. Verschiedene Begriffe oder gar mehrere Sprachen helfen dabei nicht weiter. Deswegen werden die Fluchtwege häufig mit schemenhaften Darstellungen ? sogenannten Piktogrammen ? ausgewiesen. Nur so können die Beschilderungen wie beispielsweise der Weg ins Freie (Notausgang, Feuertreppe etc.) von den Besuchern oder Mitarbeitern auch im Notfall klar identifiziert werden. Ein weiteres Merkmal solcher Piktogramme ist ihre Sichtbarkeit, denn Fluchtwege müssen auch aus der Ferne als solche erkennbar sein. Deswegen werden die Beschilderungen in der Regel über den jeweiligen Türen oder Ausgängen angebracht. Dritte Eigenschaft ist die Erkennbarkeit. Auch im Falle eines Feuers (Qualm) oder bei einem Stromausfall müssen Fluchtwege problemlos zu finden sein. Daher sind ausgesuchte Fluchtweg- und Rettungsschilder mit einer separaten Stromversorgung ausgestattet. Alternativ finden sich im Handel auch spezielle Leuchtmarkierungen, die auftreffendes Licht besonders lang nach reflektieren. Besonders zur besseren Kennzeichnung von Treppenstufen, Gängen oder Durchfahrten können solche Markierungen eingesetzt werden.

Grundlegende Bedeutung

Welchen Stellenwert eine mangelnde oder nachlässige Kennzeichnung von Fluchtwegen haben kann, hat sich beispielsweise im Juli 2010 in Duisburg auf schmerzliche Weise gezeigt. Fehlende bzw. falsch oder gar nicht ausgeschilderte Fluchtwege haben seinerzeit 21 junge Musikfans mit dem Leben bezahlt; mehr als 500 Personen wurden verletzt. Deswegen sind Fluchtwege niemals als einzelne Maßnahme zu betrachten und sollten viel mehr ein Teil eines guten Flucht- und Rettungskonzepts sein. Dabei müssen vor allem die individuellen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt werden. Bauherren, Architekten und Verantwortliche können sich in Deutschland dabei an der Norm ?EN 1125? (Paniktürverschlüsse), an der ?Versammlungsstättenverordnung? (Absperrungen) oder auch an der ?Musterbauordnung? orientieren.

Unterschiede und Abweichungen in Deutschland

Trotz zahlreicher Verordnungen, Vorschriften und Richtlinien ergeben sich auf Bundesebene teils erhebliche Unterschiede bei vielen Fragen rund um die Fluchtwege und deren Beschilderung. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Zuständigkeit, denn vor allem in Behörden obliegen Flucht- und Rettungspläne häufig der Kommune. Bei Einkaufszentren oder Baumärkten in verschiedenen Bundesländern können auch spezielle Regelungen des jeweiligen Bundeslandes greifen. Und letztlich ist es auch die sogenannte Wertigkeit des Gebäudes oder einzelner Bereiche, die eine maßgeschneiderte Beschilderung von Fluchtwegen erforderlich machen kann.

Fluchwegkonzepte

Eine Standardlösung für eine sinnvolle und effektive Beschilderung von Fluchtwegen in Betrieben und öffentlichen Gebäuden gibt es nicht. Eindeutige Markierungen, individuelle Sonderschilder, Leuchthinweise und Personenführungssysteme sind im Handel in allen erdenklichen Ausführungen erhältlich. Leben und Gesundheit von Gästen, Besuchern und Mitarbeitern zu schützen, ist daher ein Leichtes. Denn auch etwas mehr Aufmerksamkeit auf die Thematik sowie eine regelmäßige Kontrolle (Beleuchtung, freie Zugänge etc.) gehören zur Sorgfaltspflicht und sind ein Teil eines guten Kunden- oder Mitarbeiterservice. Handeln, bevor etwas passiert, ist gegenüber der Schadensbegrenzung in puncto Fluchtwege immer die bessere Alternative.

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