Kabelbrücken und Schlauchbrücken – gleiche Funktion, unterschiedliche Aufgaben

Kabelbrücken und Schlauchbrücken sind – schon aufgrund ihrer Aufgabe – eng miteinander verwandt. Beide Brückenarten dienen in erster Linie dem Unfallschutz. Überall dort, wo Kabel oder Schläuche offen verlegt werden (müssen), schützen Kabel- und Schlauchbrücken vor Unfällen und Beschädigungen. Verwendet werden Schlauch- und Kabelbrücken meistens bei provisorischen Zu- und Ableitungen, wie man sie beispielsweise auf Baustellen, bei Havarien oder bei Großveranstaltungen findet. Je nach Ausführung können die Kabel und Schläuche von oben eingelegt oder die Brücke darübergelegt werden.

Strom ja, Stolpern nein – die Kabelbrücken

Mobile Kabelbrücken sollen die vorübergehend am Boden verlegten Elektrokabel geordnet führen. Gleichzeitig soll die Unfallgefahr durch lose Kabel vermieden, durch ihre Signalfarbe aber auf eine mögliche Gefahrenquelle hingewiesen werden. Professionelle Kabelbrücken verfügen über mehrere getrennte Vertiefungen für Kabel mit unterschiedlichen Durchmessern. Außerdem werden die verlegten Kabel durch die Brücke gegen Zug gesichert und vor Beschädigungen und Witterung geschützt. Bei Kabelbrücken für innen steht der Unfallschutz im Vordergrund, während die Brücken für den Außenbereich (Baustelle etc.) eher für starke Belastungen entwickelt wurden.

Schlauchbrücken für hohen Druck von allen Seiten

In ihrer Beschaffenheit, Gestaltung, Material und Funktion sind Schlauchbrücken den Kabelbrücken sehr ähnlich. Allerdings sollen die Brücken dicke Schläuche aufnehmen, sichern und den Wasserfluss mit dem benötigten Druck gewährleisten. Deswegen finden sich Schlauchbrücken in der Regel nur bei Einsatzkräften wie der Feuerwehr, der Bundeswehr oder dem Technischen Hilfswerk. Die Einsätze dieser Berufsgruppen erfordern oft das improvisierte Verlegen von Schläuchen über mehrere Stunden hinweg, ohne den Verkehrsfluss unnötig zu behindern. Schlauchbrücken werden also auch von Fahrzeugen überquert, die aber den Wasserdruck mit ihrem Gewicht dabei nicht mindern dürfen (Traglast). Daher sind Schlauchbrücken deutlich stabiler als Kabelbrücken. Auch bei den Schlauchbrücken leiten sich die Einsatzvorschriften von der Bau- und Arbeitsstellensicherung (ZTV-SA) ab. Bei Schlauchbrücken oberhalb der Fahrbahn gilt die DIN 14820.

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