Prüfplaketten – Geprüfte Sicherheit auf den ersten Blick

Grundplaketten_Prüfplaketten_300935Der Gesetzgeber und Berufsgenossenschaften schreiben die regelmäßige Prüfung und Wartung der unterschiedlichen Arbeitsmittel vor. Auch Hersteller empfehlen die Wartung z.B. nach einer bestimmten Laufleistung oder in regelmäßigen Zeitabständen (Wartungsintervall). Das Ziel ist, eine möglichst lange Lebensdauer und eine einwandfreie Funktionalität der Geräte zu gewährleisten. Apropos: Die fachgerechte Wartung ist oft auch Voraussetzung für die Aufrechterhaltung von Garantieansprüchen.

Nicht zuletzt geht es auch um die Sicherheit für die Menschen, die die Anlagen, Maschinen und Geräte nutzen und bedienen. Menschen vertrauen auf die Funktionsfähigkeit z.B. von Feuerlöschern im Brandfall.

Alle vorgeschriebenen Prüfungen unterliegen allgemein verbindlichen Normen der jeweiligen Berufsgenossenschaft und des Gesetzgebers. Vorschriften oder Empfehlungen für freiwillige Kontrollen findet man in Bedienungsanleitungen oder Garantiebedingungen. Auch die Dokumentation der sicherheitstechnischen Kontrollen ist vielfach vorgeschrieben. So müssen die Ergebnisse dokumentiert, aufbewahrt und je nach Vorgabe vor Ort zu Verfügung gestellt werden.

Prüfplaketten helfen bei der Dokumentation. Anhand von Prüfplaketten, die direkt an den kontrollierten Gegenständen befestigt werden lässt sich nachvollziehen, dass eine Prüfung stattgefunden hat und vor allem wann der nächste Kontrolltermin fällig ist.

Der weitere Inhalt der Prüfplaketten kann je nach Prüfobjekt, Art der Prüfung und ggf. Prüfvorschrift variieren. Dementsprechend gibt es diverse Ausführungen.

Häufig verwendet: runde Prüfplaketten. Der Rand dieser Aufkleber zeigt Monats- bzw. Jahreszahlen. Mit einer Kerbzange oder permanenten Faserschreibern lässt sich also bequem die späteste Periode, in der die entsprechende Prüfung erneut ansteht markieren. Danach wird die Plakette direkt auf das Prüfobjekt, auf eine Grundplakette oder auf einen Wartungsnachweis geklebt.

Um einen guten Überblick über die als nächstes anstehenden Wartungen zu erhalten, werden oft Prüfplaketten in Jahresfarben verwendet. Dabei wird jedem Jahr eine bestimmte Farbe zugeordnet, z.B. 2014 ist violett, 2015 grün, 2016 blau. So kann man bereits über die Farbe erkennen, wann die nächste Prüfung fällig ist oder wann die letzte Prüfung stattgefunden hat.

Tatsächlich vermitteln Prüfplaketten auch informierten Laien den Zustand von Hilfsmitteln, denen diese Benutzer oft ihr Leben anvertrauen. Zum Beispiel unterliegen Aufzüge recht strengen und häufigen Kontrollen nach europäischem Recht: Zwischen zwei Hauptprüfungen im Abstand von höchstens zwei Jahren erfolgt zwingend eine Zwischenprüfung. Entsprechende Prüfsiegel kodifizieren die zugehörige Information. Finden Sie also eine veraltete Plakette im Aufzug: Nutzen Sie eine Treppe!

Vergleichbares gilt für Elektrogeräte: Im Elektro-Check absolviert ein Gerät jedes zweite Jahr vom VDE empfohlene Prüfungen und erhält dann eine leuchtend gelbe Prüfplakette.

Für Feuerlöscher etwa regelt die DIN EN 3 sowohl die Wartung als auch Überprüfung des Geräts, wobei herstellerspezifische Vorschriften die Details des Prüfens und Füllens festlegen. Wiederum alle zwei Jahren steht eine Prüfung an, um Funktion und Benutzungssicherheit bei hohem Löschdruck zu garantieren. Nach ausreichendem Ergebnis dokumentiert eine Prüfplakette das Kontrolldatum, wobei der Prüfer eine nach der Betriebssicherheitsverordnung qualifizierte Person darstellt.

Allgemein informiert eine Prüfplakette im geschäftigen Alltag also rasch, ob ein Gegenstand im praktischen Sinne als sicher gilt.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert. *

Sie können folgende HTML-Tags benutzen:   <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <i> <em>
Die abgesendeten Daten werden nur zum Zweck der Bearbeitung
Ihres Anliegens verarbeitet. Weitere Informationen finden Sie in
unserer Datenschutzerklärung.
Unsere Empfehlungen: