Räum- und Streupflicht – mit Streusalz oder einer Alternative streuen?

Streugutbehaelter_Schneeschaufel_im-EinsatzJedes Jahr sobald die weiße Pracht wieder auf die Erde rieselt, freuen sich die Kinder auf Schneemänner bauen, rodeln oder die nächste Schneeballschlacht. Viele Immobilienbesitzer und Unternehmen sind dagegen nicht ausschließlich davon begeistert, denn es heißt nun wieder Gehwege räumen.
Als erstes muss dabei der Außenbereich mit Hilfe eines Schneeschiebers oder einer -schaufel vom Schnee befreit werden. Für Unternehmen ist es ebenfalls möglich, Gabelstapleraufsätze mit Schieber oder Gabelstapler-Kehrbesen einzusetzen.
Die meisten Verantwortlichen denken, dass sie damit Ihre Pflicht erfüllt haben. Jedoch müssen die Wege nicht nur vom Schnee befreit, sondern auch gestreut werden, denn es besteht eine gesetzliche Räum- und Streupflicht.

Ist Streusalz schädlich für die Umwelt?

Für Bäume und Pflanzen ist Streusalz sehr schädlich. Etwa die Hälfte des Salzes gelangt über die Luft in die Straßenrandböden.
Der Rest fließt mit dem Schmelzwasser in die Kanalisation. Von da aus gelangt dieses in Gewässer und auch das Grundwasser versalzt. Die Baum- und Pflanzenwelt leidet unter den Folgen. Auch die Straßen, Autos sowie Betonbauteile werden angegriffen. Oftmals zeigen sich die Folgen erst Jahre später. Die Beseitigung der Schäden kostet jährlich sehr viel Geld.
Auch die tierischen Freunde leiden unter den Folgen der Streusalzverwendung. Bei Hunden und Katzen können sich die Pfoten entzünden.
Die Verwendung von Streusalz ist also nicht die beste Lösung. Teilweise ist der Einsatz dieses Salzes in einigen Städten, wie Hamburg oder München, daher sogar komplett verboten oder nur mit Einschränkungen erlaubt. Wird trotzdem damit gestreut, droht ein Bußgeld.

Als Alternativen zu Streusalz verwenden Sie lieber diese Mittel

Am besten verwenden Sie alternative Produkte, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind. Diesen schädigen die Umwelt nicht. Im Folgenden haben wir alternative Streumittel und was dabei jeweils zu beachten ist, zusammengetragen:
Sand: sollte nicht zu feinkörnig sein
Kies und Split: sollten eine Körnung von ein bis vier Millimeter haben
Asche, Sägespäne und -mehl: sind nicht überall zugelassen
Calciumchlorid: ist wasserlöslich, für Pflanzen und Tiere gut verträglich und dabei schnell und lange wirksam
Bimsstein: sorgt für sofortige Sicherheit
Lavagranulat: ist im Baumarkt erhältlich

Generell ist darauf zu achten, dass tatsächlich nur so viel gestreut wird wie notwendig, damit die Umwelt nicht unnötig belastet wird. Dabei können z.B. Streuwagen helfen.

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