Rettungszeichenleuchten und Sicherheitsleuchten – Aufgaben und Unterschiede

Sicherheitsleuchten und Rettungszeichenleuchten sind elementare Bestandteile der Sicherheits- bzw. Notbeleuchtung. Sie bleiben auch während einer Störung der Stromversorgung aktiv und sorgen dafür, dass in Gebäuden befindliche Personen im Notfall schnell den Weg nach draußen finden. Obwohl beide Leuchtenarten teilweise denselben Zweck verfolgen, gibt es Unterschiede hinsichtlich ihrer Aufgaben und ihrer Ausführungen.

Rettungszeichenleuchten markieren Notausgänge und kennzeichnen Rettungswege. Bei einem Alarm sind sie die wichtigsten Hinweisgeber auf den kürzesten und sichersten Weg aus der Gefahr. Um ihren Zweck zu erfüllen, müssen sie von jedem erdenklichen Standort aus zu sehen sein und sich auch bei heller Umgebung optimal gegen den Raumhintergrund abheben.

Bezüglich ihrer Symbole müssen normgerechte Rettungszeichenleuchten bestimmten Kriterien gerecht werden. So gelten beispielsweise strenge Vorschriften zur Signalfarbe und den Piktogrammen. Letztere sind für gewöhnlich grün-weiß gehalten. Eine Ausnahme gilt in Eisenbahn-, U-Bahn- und Straßenbahntunneln. Dort erfolgt die Kennzeichnung der Notausgänge mit blau hinterleuchteten Rettungszeichen, um eine Verwechslung mit den grün beleuchteten Eisenbahnsignalen auszuschließen.

Sicherheitsleuchten dienen dazu, Unfälle beim Ausfall der Standardbeleuchtung zu vermeiden, kommen aber auch zum Einsatz, wenn die Rettungszeichenleuchten einen Fluchtweg nicht genügend erhellen. Diese speziell für die Ausleuchtung der Rettungswege konzipierten Leuchten haben einen sehr geringen Energieverbrauch. Sie erleichtern das Erkennen von möglichen Hindernissen, helfen beim Auffinden und Bedienen von Sicherheits- und Brandbekämpfungseinrichtungen wie Handmeldern oder Feuerlöschern und erleichtern die Arbeit der Rettungskräfte.

Regulär müssen sowohl Rettungszeichenleuchten als auch Sicherheitsleuchten für Rettungswege bei einem Ausfall der Stromversorgung mindestens drei Stunden lang ohne Leistungsverlust arbeiten. In medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Therapiezentren gilt sogar eine minimale Betriebsdauer von 24 Stunden.

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