Sichere Fluchtwege und ihre Kennzeichnung

rettungsschild_sammelstelle-minFluchtwege sind lebensrettend und unterliegen in Deutschland genauen Regeln hinsichtlich der baulichen Ausführung und Kennzeichnung. So soll etwa durch eine einheitliche Fluchtwegskennzeichnung sichergestellt werden, dass jeder sofort in der Lage ist, den Fluchtweg problemlos zu finden. Schon Kinder sind mit den typischen grünen Hinweisschildern vertraut. Generell muss eine solche Fluchtwegskennzeichnung in jedem öffentlich zugänglichen Gebäude angebracht werden. Es ist sinnvoll, dabei nicht nur die gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen, sondern das Maximum an Sicherheit herauszuholen. Für die Fluchtwegkennzeichnung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, z.B. die Anbringung von nachleuchtenden Markierungen oder durch Rettungszeichenleuchte, die unabhängig von der Standard-Stromversorgung sind und die damit auch in der Dunkelheit, bei Stromausfall oder bei starker Rauchentwicklung gut zu erkennen sind.

Vorschriften unterscheiden sich nach Art und Nutzung von Gebäuden

Für Fluchtwege und Fluchttüren gelten bestimmte Anforderungen, die schon beim Bau berücksichtigt werden müssen. So sind die Mindestabmessungen zwingend einzuhalten. Wie breit ein Rettungs- und Fluchtweg sein muss und wie lang er maximal sein darf (eine möglichst schnelle Evakuierung hat stets Vorrang), geht aus den jeweiligen Bauvorschriften und Verordnungen hervor, die sich je nach Art und Nutzung des Gebäudes unterscheiden können. So spielt es zum Beispiel eine Rolle, ob die genutzten Räume besonders brand- oder explosionsgefährdet sind oder über automatische Feuerlöscheinrichtungen (z.B. Sprinkleranlagen) verfügen. Außerdem ist auf barrierefreie Fluchtwege zu achten, die von Rollstuhlfahrern genutzt werden können. Die Fluchtwegsicherung kann außerdem je nach Bundesland variieren.

Zwei unabhängige Fluchtwege müssen vorhanden sein

Generell geht das Baurecht davon aus, dass mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege vorhanden sein müssen, falls einer davon durch einen Brand oder andere Vorkommnisse unpassierbar werden sollte. Dabei ist der erste bauaufsichtliche Rettungsweg generell durch bauliche Maßnahmen zu gewährleisten, während der zweite Rettungsweg ggf. auch durch Rettungsgerät der Feuerwehr ermöglicht werden kann. Die korrekte Fluchtwegskennzeichnung ist dabei immer von besonderer Wichtigkeit, damit im Notfall Panik und Fehler vermieden werden können.

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