Sichere Fracht durch geeignete Transportsicherung

Transportsicherung_kantenschutz-zurrgurte-anwendungsbeispiel-kantenschutz-zerbrechliche-empfindliche-transportgueterFast jeder erinnert sich an die beiden Unfälle, bei denen 270 Container von einem Containerschiff vor den Niederlanden ins Wasser rutschten. Und an das Eisenbahnunglück in Dänemark auf der Brücke über den Großen Belt, als Transportgut von einem Güterzug fiel und mit einem entgegenkommenden Personenzug kollidierte.
Die beiden Beispiele verdeutlichen, wie wichtig die korrekte Sicherung von transportierter Ladung ist. Dabei geht es nicht nur darum, das Transportgut dem Empfänger unbeschädigt zu übergeben. Es geht auch um den Schutz von Mensch und Umwelt. Beim Transport auf der Straße bedeutet dies, den Fahrer, sowie andere Verkehrsteilnehmer vor Unfällen durch das Verrutschen von Ladung zu schützen.

Welche Möglichkeiten zur Transportsicherung bieten sich?
Zunächst einmal müssen alle Verantwortlichen sowohl die formschlüssige als auch die kraftschlüssige Ladungssicherung kennen und anwenden.
Bei der formschlüssigen Verladung steht das Transportgut bündig und lückenlos direkt an den Laderaumbegrenzungen des Fahrzeugs. Freiräume gibt es nicht oder sie werden mit Füllmaterial versehen. Eine zusätzliche Sicherung erfolgt durch Hilfsmittel wie Kopf- oder Seitenschlingen und Zurrgurten. Da diese Art der Transportsicherung aber nicht immer möglich ist, kommt so die kraftschlüssige Verladung in Betracht. Dabei wird der Boden des Fahrzeugs mit Antirutschmatten ausgelegt, die Ladung darauf verstaut und alles zusammen fest am Boden niedergezurrt. Zum Einsatz kommen hier Zurrgurte, Kantenschutz für Zurrgurte und Zurrketten. Falls erforderlich auch Keile, Sperrbalken und Abdecknetz.

Wie Gesetz und Verordnung für die Transportsicherung sorgen sollen
Da Fahrzeughalter, Transporteure und Verlader häufig die Gefahren von unzureichend gesicherter Ladung unterschätzen, geschehen jedes Jahr zahlreiche Unfälle mit folgenschweren Schäden an Gütern und Menschenleben. Um diese zu vermeiden steht im Paragraf 22 der Straßenverkehrsordnung: Güter sind so zu sichern, dass sie weder bei Ausweichbewegungen noch bei Bremsmanövern oder einer Vollbremsung rollen, umfallen oder verrutschen können. Sie dürfen auch keinen vermeidbaren Lärm verursachen. Die Richtlinienreihe VDI 2700 enthält technische Regeln, Anleitungen und Verfahrensweisen für die Ladungssicherung auf Lkws sowie die notwendigen Hilfsmittel. Sie ist ein unverzichtbares Regelwerk für die Transportsicherung.

Fazit
Beim Gütertransport auf Kofferfahrzeugen, LKW-Planenfahrzeugen, offenen Ladeflächen oder in Containern wirken hohe physikalische Zugkräfte. Bei Ausweichmanövern, Kurvenfahrten oder Vollbremsungen muss die Ladung dem standhalten. Werden gesetzliche Vorschriften und Regeln zur Transportsicherung nicht eingehalten, müssen alle Verantwortlichen mit Bußgeldern, Punkten in Flensburg und sogar Haftstrafen bei Personenschäden rechnen.

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