Sicherheitskennzeichnung – im Wandel der Zeit

Brandschutzschild_Brandmelder_manuell_38a5150Über alle Sprachgrenzen hinweg galt es, eine Bildersprache zu entwickeln, die jede Person auf Anhieb versteht. So kam es bei der Herstellung der Gebotsschilder, Verbotsschilder, Warnschilder und bei der Fluchtwegkennzeichnung zu einheitlichen Piktogrammen, die sich vor dem Hintergrund einer bestimmten Signalfarbe abzeichnen (Gebotsschilder = Blau, Verbotsschilder und Brandschutzschilder = Rot, Warnschilder = Gelb, Fluchtwegkennzeichen und Rettungsschilder = Grün). Im Jahr 2013 wurden in den ASR A1.3 (technische Regeln für Arbeitsstätten) neue, verständlichere Piktogramme festgelegt. Selbst wenn nach der Einführung der nach ISO 7010 international abgestimmten Sicherheitskennzeichen noch die Ausnahmemöglichkeit besteht (ausreichende Begründung nach Durchführung einer Gefährdungsanalyse), empfiehlt es sich, auf ein Plus an Arbeitsschutz und Rechtssicherheit zu setzen.

Sicherheitskennzeichnung umstellen und bessere Vorsorge treffen

Wie sinnvoll sich neue Piktogramme erweisen können, zeigt sich in der Sparte Brandschutz am Beispiel des Brandschutzzeichens „F005 Brandmelder“. Während das alte Zeichen, bestehend lediglich aus geometrischen Formen zu Missverständnissen führen könnte, ist das neue Piktogramm, mit der stilisierten Hand und den züngelnden Flammen, eindeutig definiert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) weist in diesem Zusammenhang auch auf die Zeichen F001, F002, F003, F004, F006, E009 sowie W029 hin, die erheblich verändert wurden. Ein Arbeitgeber, der die ASR A1.3 in der Fassung vom Februar 2013 einhält, kann davon ausgehen, dass er die Arbeitsstättenverordnung bezüglich der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung erfüllt.

Sicherheitskennzeichnung – Vorteile der Umstellung

Mit der Umstellung der Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz auf Grundlage der ASR A1.3 vom Februar 2013 befindet sich die Betriebsstätte oder öffentliche Einrichtung wieder auf dem aktuellen Stand der Technik. Die Beibehaltung der alten Kennzeichen macht eine zeitaufwendige Gefährdungsanalyse notwendig, die zunächst schriftlich dokumentiert werden muss und eine anschließende Begründung nach sich zieht. Die neuen Kennzeichen sorgen für eindeutige und klare Sicherheitsaussagen für Mitarbeiter, Besucher und Gäste – auf eine doppelte Unterweisung kann verzichtet werden. Und die sogenannte „Vermutungswirkung“ der Arbeitsstättenregeln vermittelt bei akkurater Anwendung eine relativ hohe Rechtssicherheit.

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