Verbandsschrank, Türwächter und Notausgang sind heimliche Lebensretter

Die richtige und verständliche Kennzeichnung von Rettungs- und Fluchtwegen, Feuerlöschern oder Notfallkoffern kann Leben retten. Insbesondere in stark frequentierten öffentlichen Gebäuden (Ämter, Krankenhäuser) oder in Betrieben, Stadien und Festhallen sind Aushänge, Fluchtwegsicherungen und Notfallhinweise wegen den ortsunkundigen Besuchern unverzichtbar. Deshalb sollten Sie – unabhängig von den offiziellen Überprüfungen durch Feuerwehr, Ordnungs- oder Gewerbeamt – auch selber für eine ausreichende Beschilderung sorgen.

Flucht- und Rettungswegkennzeichnung

Die Beschilderungen von Notausgängen, Feuertüren und Fluchtwegen sind in den „Technischen Regeln für Arbeitsstätten“ festgeschrieben. Inhaltlich sind die einzelnen Fluchtweg- und Rettungsschilder mit genormten Piktogrammen versehen (DIN EN ISO 7010), die den besonderen Charakter der Fluchtwege grafisch darstellen. Dadurch können sich beispielsweise auch ausländische Gäste im Notfall immer an der Ausschilderung orientieren.
Im Handel finden sich alle erdenklichen Ausführungen von Hinweistafeln und Markierungen. Zu den bekanntesten Arten der Flucht- und Rettungswegkennzeichnung zählen Folien oder PVC-Schilder, die selbstklebend oder mittels kleiner Schrauben an der Wand befestigt werden. Wo das nicht möglich ist, können auch analoge Bodenmarkierungen mit besonderen Eigenschaften verwendet werden. Diese Schilder entsprechen ebenfalls den strengen Anforderungen (ISO 16069 und BGR 216), haben aber zusätzlich eine rutschhemmende Oberfläche, die vor Unfällen und Stürzen schützt.
Speziell für vorwiegend dunkle Bereiche (Kinos, Bars) kennt der Fachhandel auch Markierungsstreifen und Hinweisschilder mit reflektierenden oder sogar lang nachleuchtenden Eigenschaften (High Intensity). Und wer es etwas origineller mag, der kann seine Flucht- und Rettungswege zusätzlich auch mit selbstklebenden Fußabdrücken kennzeichnen. Auch diese Fußabdrücke bringen teilweise reflektierende und rutschhemmende Eigenschaften mit.

Verbandsschränke – wenn es auf Sekunden ankommt

Eine andere wesentliche Komponente in Sachen Betriebssicherheit ist der Verbandsschrank. Nicht selten werden Verbandsschränke und Notfallsets etwas stiefmütterlich behandelt. In den ursprünglich komplett bestückten Schränken finden sich dann nur noch wenige Überreste von Pflasterrollen, Desinfektionsmitteln oder Verbänden. Derart kleine Nachlässigkeiten können aber ebenfalls schwerwiegende Folgen haben.
Neue und nach den Normen DIN 13157 bzw. DIN 13169 bestückte Verbandskästen sind hier die sicherste Wahl. Die Anzahl und die Größe der benötigten Kästen richten sich nach der Größe des Betriebes und nach der Zahl der Beschäftigten. Die im Fachhandel erhältlichen Verbands- und Sanitätsschränke müssen allerdings den Vorgaben des Gesetzgebers entsprechen. Maßgeblich sind dabei insbesondere die „Verordnung über Arbeitsstätten“ (ArbStättV) sowie die „Unfallverhütungsvorschriften“ (UVV).

Neben Ausstattung und Anzahl der Verbandskästen gelten für die Ersthelferstationen auch noch Vorgaben bezüglich der Sicherheit. Dazu gehört vor allem ein Sicherheitsschloss, das den Schrank gegen unerlaubte Zugriffe schützt. Viele moderne Schränke verfügen ferner über ein separat verschließbares Fach für giftige oder gefährliche Substanzen. Für den Einsatz in Betrieben, Lagern oder auf Baustellen werden außerdem komplett staubdichte Verbandsschränke angeboten. Schränke mit einem Einwurfschlitz für den Schlüssel sind eine weitere Variante. Nach der Benutzung können diese Schränke wieder abgeschlossen und der Schlüssel im Schrank verwahrt werden.

Während es bezüglich Inhalt, Größe und Anzahl von Verbandskästen, Verbandsschränken & Co. feste Vorschriften gibt, haben Betriebe, Behörden und Einrichtungen bei der Auswahl des Materials der im Fachhandel erhältlichen Sanitäts- und Verbandsschränke freie Hand. Damit können die Schränke aus Aluminium, beschichtetem Stahlblech oder eingebranntem Lack optimal in das vorhandene Notfallkonzept integriert werden.

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