Verkehrsberuhigung: Mehr Sicherheit durch weniger Tempo

Die Verkehrswende ist in den meisten deutschen Städten in vollem Gange. Viele Kommunen haben erkannt, dass der ausufernde Privatverkehr mit dem PKW in eine Sackgasse geführt hat und neue Verkehrskonzepte, die primär auf eine Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad- und Fußgängerverkehr setzen, dringend notwendig sind. Insbesondere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung tragen zur nachhaltigen Veränderung des Verkehrswesens bei.

Wann und wo sind Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sinnvoll?

Unter dem Begriff ‚Verkehrsberuhigung‘ werden generell Maßnahmen verstanden, die zu einer Verlangsamung des motorisierten Verkehrs sowie zu einer Verdrängung ortsfremdem Verkehrs führen sollen. Hauptziele der Verkehrsberuhigung sind die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität im jeweiligen Umfeld.

Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sind vor allem an Standorten sinnvoll, an denen die Unfallgefahr besonders hoch ist. Dazu zählen beispielsweise Straßen mit angrenzenden Schulen, Kitas und Altenheimen, aber auch Wohngebiete mit vielen Kindern. Die Einrichtung bestimmter Verkehrsgebote, wie zum Beispiel Tempo-30-Zonen oder Spielstraßen, reicht bei mangelnder Überwachung durch die Polizei oft nicht aus, um die Sicherheit von Kindern und älteren Menschen zu gewährleisten. Zur Durchsetzung der Verkehrssicherheit muss nicht selten auf bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung zurückgegriffen werden.

Welche Spezialinstallationen zur Verkehrsberuhigung gibt es?

Das Spektrum an verkehrsberuhigenden Mitteln ist groß. Neben straßenbaulichen Maßnahmen, wie zum Beispiel der Errichtung von Kreiseln oder Engstellen, existiert heutzutage eine Vielzahl an Spezialinstallationen, um die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer zu verringern. Je nach Verkehrssituation und gewünschtem Einsatzzweck bietet sich die Installation von Temposchwellen, Geschwindigkeitshemmern, Verkehrsinseln und Berliner Kissen an.

Die Installationen lassen sich in unterschiedlichen Weisen montieren. So werden Geschwindigkeitshemmer, Temposchwellen, Markiernägel oder Berliner Kissen in der Regel mit Bolzen in der Straße verankert. Eine weitere Möglichkeit ist die Anbringung mit einem 2-Komponentenklebers. Die Anbringungsmethode muss entsprechend der späteren Überfahrgeschwindigkeit angepasst werden, indem beispielsweise stärkere Bolzen gewählt werden. Gegenüber fest verbauten Verkehrsinseln, Kreiseln oder Bremsschwellen bieten die verschiedenen Verkehrsberuhigungselemente den Vorteil, dass sie nicht komplett in der Fahrbahn integriert sind und bei Bedarf leichter ortsveränderlich sind.

Die bauliche Ausgestaltung von Spezialinstallationen zur Verkehrsberuhigung hängt von dem jeweiligen Einsatzzweck ab. Temposchwellen unterscheiden sich beispielsweise in ihren Ausführungen für bestimmte Geschwindigkeiten (z.B. Überfahrgeschwindigkeiten von 6, 10, 20, 30, 40 und 50 km/h) und verschiedenen Gewichtsbelastungen. Je nach dem, für welche Maximalgeschwindigkeit und welche Belastung die Temposchwelle ausgelegt ist, muss die richtige Höhe und Überfahrlänge sowie das passende Befestigungsmaterial gewählt werden.

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